Autokauf und Auto-Leasing

Autokauf

 

Bei einem Autokauf (auch bei einem Kauf eines Gebrauchtwagens) gelten die normalen Regeln des Kaufvertrages. Damit haftet der Verkäufer für Mängel. Die Verjährungsfrist beträgt mindestens zwei Jahre.

 

Bei gebrauchten Autos kann die Verjährung für Mängel auf ein Jahr beschränkt werden, wenn es sich um einen Verbrauchsgüterkauf handelt. Ein Verbrauchsgüterkauf liegt vor, wenn ein Verbraucher von einem Unternehmer eine bewegliche Sache kauft.

 

Nach § 14 BGB ist ein Unternehmer eine natürliche oder juristische Person, die bei Abschluss eines Rechtsgeschäfts in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbstständigen beruflichen Tätigkeit handelt.

 

Verbraucher (§ 13 BGB) ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zwecke abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann.

 

Wenn Sie ein gebrauchtes Auto von einem Händler kaufen kann dieser die Verjährung für Mängel auf ein Jahr herabsetzen.

 

Wenn Sie ein gebrauchtes Auto von einer Privatperson kaufen, kann die Mängelhaftung vollkommen ausgeschlossen werden.

 

Lassen Sie sich vor einem Autokauf von einem Rechtsanwalt für Verkehrsrecht beraten, worauf sie bei einem Kauf eines Gebrauchtwagens achten müssen.

 

Leasingvertrag

 

Beim Leasingvertrag gelten die vertraglichen Bestimmungen.

 

Hier muss besonders auf den vereinbarten Restwert geachtet werden. Dieser sogenannte Restwert entspricht nicht dem tatsächlichen Wert des Fahrzeugs am Ende der Leasingzeit, sondern stellt eine Kalkulationsgröße der Leasingfirma dar. Die Leasingraten zusammen mit dem Restwert werden von der Leasingfirma so kalkuliert, dass damit der Kaufpreis nebst Gewinn abgegolten ist.

 

Häufig ist es so, dass der Restwert viel zu hoch angesetzt wird, damit die Leasingraten niedrig gehalten werden. Am Ende der Leasingzeit muss dann dieser objektiv zu hohe Restwert von dem Leasingnehmer gezahlt werden. Bei einem Verkauf des Leasingsfahrzeugs ist der vereinbarte Restwert allerdings nicht zu erzielen, so dass der Leasingnehmer über den Restwert die Ersparnis bei den Leasingraten verliert.