Sachverständigengutachten  

Nach einem Unfall sind sie berechtigt einen Gutachter ihrer Wahl mit der Erstellung eines Sachverständigengutachtens zu beauftragen.  

Nur bei Bagatellschäden (Schäden bis zu € 1000) ist die Einholung eines Kostenvoranschlages ausreichend. Bis zu dieser Bagatellgrenze ist es nicht erforderlich ein Gutachten einzuholen. Der Geschädigte darf unter dem Gesichtspunkt der Schadensminderungspflicht kein Gutachten einholen.Die Kosten müssen dann nicht ersetzt werden.  


Ein Verstoß gegen diese Schadensminderungspflicht ist dem Geschädigten dann vorzuwerfen wenn die Geringfügigkeit des Fahrzeugschadens offensichtlich ist.  

In allen anderen Fällen, ist der Geschädigte berechtigt einen Gutachter seiner Wahl mit der Begutachtung zu beauftragen.  

Häufig versuchen die Versicherer den Geschädigten dahingehend zu beeinflussen, dass ein Gutachter der Versicherung das Auto begutachtet. Hier muss der Geschädigte vorsichtig sein. Die Gutachter der Versicherungen sind mit den Versicherungen verbunden. Die Gutachten bewerten oft den Schaden zu Gunsten der Versicherungen.  

Die Kosten des Sachverständigen sind von der gegnerischen Haftpflichtversicherung zu tragen entsprechend dem Haftungsanteil. Haftet der Gegner zu 100 %, werden die Kosten des Sachverständigengutachtens auch zu 100 % von der Versicherung erstattet.  


Nach einem Unfall sollten Sie sich unverzüglich mit einem Rechtsanwalt für Verkehrsrecht in Verbindung setzen.